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Abstraktion Verallgemeinerung sinnlich wahrnehmbarer Eigenschaften zur Gewinnung von Definitionen, und zwar a) durch Auffinden unveränderlicher Merkmale (Generalisierung), b) durch Aussonderung interessierender Eigenschaften (Isolierung), c) durch Formulierung von Eigenschaften, die sich in einem Modell darstellen lassen (Idealisierung). Die generalisierende Abstraktion hebt Eigenschaften hervor, die dem, was wahrgenommen wird, gemeinsam sind. Durch diese Hervorhebung lassen sich Klassen bilden, d.h., das Wahrgenommene lässt sich auf Grund identischer, gleicher oder ähnlicher Eigenschaften gruppieren. Die isolierende Abstraktion sondert Eigenschaften aus, weil diese für die Erklärung von etwas besonders interessant sind. Diagnosen und Prognosen beziehen sich ausschließlich auf Symptome, also auf Eigenschaften, die eine ganz bestimmte Entwicklung anzeigen. Die idealisierende Abstraktion formuliert Eigenschaften, die zu einem Modell führen, das bestimmte Verhaltensweisen eines Organismus erklären hilft. (§) Die Abstraktion dient der schnellen Orientierung. Sie wird durch einen ganz bestimmten Aspekt (Hervorhebung bzw. Vernachlässigung bestimmter Inhalte des Bewusstseins) ermöglicht. (TdL S. 22) Komplementärer Begriff: Konkretisierung |