Institut für Schulpädagogik

Prof. Dr. Wolfgang F. Schmid
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Aufmerksamkeit

Gezielte Ausrichtung der sinnlichen Wahrnehmung auf etwas in der Umgebung. 

Als Aussonderung bestimmter Wahrnehmungsinhalte (durch Bevorzugung der einen bzw. durch Vernachlässigung der anderen) ist die Aufmerksamkeit entweder von der Aufdringlichkeit (Intensität von Außenreizen) oder von der Aufdringlichkeit (Intensität von Innenreizen) abhängig. Die Selektion von Wahrnehmungen kann vom Bewusstsein durch Hervorhebung eines besonderen Aspekts gesteuert werden. 

Analog zu den möglichen Aspekten gibt es folgende Möglichkeiten, das Wahrnehmungsfeld zu erfassen:

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf Objekte (faktisch)

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf deren Zusammenhang (konditional)

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf die räumliche Lage der Objekte (lokal)

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf die zeitlichen Verhältnisse zwischen Objekten (temporal),

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf eine beobachtbare Ursache (kausal),

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf eine beobachtbare Wirkung (final),

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf bestimmte Eigenschaften der Objekte (qualitativ),

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf bestimmte Ausmaße (quantitativ),

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf die Art und Weise des Erscheinens von Objekten (modal),

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf Hilfsmittel im Umgang mit Objekten (instrumental),

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf die Begründung des Verhaltens von Objekten (empirisch),

die Aufmerksamkeit bezieht sich auf eine Vorhersage über das Verhalten von Objekten (prognostisch).

Komplementärer Begriff: Konzentration