Institut für Schulpädagogik

Prof. Dr. Wolfgang F. Schmid
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Bild-Erleben, das ist der Bewusstseinsvorgang des gefühlsmäßigen und in der Regel auch sprachlichen Kommentierens von Wahrnehmungen (äußere Reize) und/oder von Vorstellungen (innere Reize).

Zwischen Wahrnehmen bzw. Vorstellen und sprachlichem Ausdruck besteht ein enger Zusammenhang. Bilder werden um so klarer, je genauer sie sprachlich ausgedrückt werden können.

Ein Wort, das keine Vorstellung erzeugt, ist nicht mehr als eine Hülse. Sätze, unter denen wir uns nichts vorstellen können, sind Nullaussagen. Wahrnehmungen und Vorstellungen, die sich nicht ausdrücken lassen, wirken nicht eindrucksvoll und hinterlassen im Gedächtnis keine Spuren. (Nicht gemeint sind bleibende Eindrücke, zu denen einem die Worte fehlen, weil sie unsere Ausrucksfähigkeit übersteigen!)

Sprache ermöglicht Denken und Denken verschafft uns das Bilderleben. Wer schlecht denken kann, sieht auch schlecht; seine inneren Augen sind erblindet.

Bilderleben kann sich konkret oder abstrakt vollziehen.

Komplementärer Begriff: Bilder-Leben