Institut für Schulpädagogik

Prof. Dr. Wolfgang F. Schmid
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Einstellung

Gefühlsmäßige, erfahrungsbedingte Bewertung von Ereignissen

Sobald wir wahrnehmen gestalten und bewerten wir auch. Wir neigen dazu, Situationen so auszulegen, dass sie in einem für uns günstigen Licht erscheinen. Das reicht von der Annahme bis hin zur Ablehnung einer Situation. In der Regel bewerten wir Situationen, die von uns eine Änderung unserer Einstellung herausfordern, negativ, und nicht selten reagieren wir gar aggressiv. In Konferenzen oder Veranstaltungen wird dann nicht selten eine sogenannte 'Stellvertreterdiskussion' angezettelt. Man greift dann den anderen Menschen mit vorgeschobenen Argumenten. Man meint etwas Anderes als das, was man tatsächlich sagt. 'Stellvertreter-Argumente' zeichnen sich gewöhnlich dadurch aus, dass sich deren Inhalte als ausgesprochen destruktiv darstellen. Leute, die andere verbal zu verdreschen versuchen, leiden in der Regel unter Vermeidungs- oder Verdrängungsverhalten, haben Minderwertigkeitsgefühle oder leiden unter Selbstüberschätzung.

§ Negative (destruktive) Einstellungen fressen Ressourcen, positive (konstruktive) Einstellungen dagegen setzen zusätzliche Ressourcen frei.

Vgl. dazu auch "Spielregegeln des Erfolgs" Modul Seite 18: "Ärger - Wer sich ärgert, macht sich abhängig"

Komplementärer Begriff: Stimmung