Institut für Schulpädagogik

Prof. Dr. Wolfgang F. Schmid
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Konzentration

Gezielte Ausrichtung der geistigen Wahrnehmung auf etwas im Bewusstsein

Im einfachsten Fall vollzieht sich Konzentration als Erinnerung. Da Wahrnehmungen, weil sie ja zumindest identifiziert werden müssen, Erinnerungen auslösen, die wiederum das Wahrnehmen beeinflussen, befinden sich Aufmerksamkeit und Konzentration in einem beständigen Wechsel.

Als Aussonderung bestimmter Gedächtnisinhalte ist die Konzentration folglich ebenfalls von der Auffälligkeit (Intensität von Außenreizen) oder von der Aufdringlichkeit (Intensität von Innenreizen) abhängig. Die Selektion von Inhalten des Ultrakurz- bzw. Langzeitgedächtnisses kann vom Bewusstsein (Kurzzeitgedächtnis) durch Hervorhebung eines besonderen Aspekts gesteuert werden.

Entsprechend der 12 Möglichkeiten, das Wahrnehmungsfeld zu erfassen, gibt es natürlich auch 12 Möglichkeiten, aktivierte Gedächtnisfelder zu vergegenwärtigen.

Der Nachvollzug der Möglichkeiten, aufmerksam bzw. konzentriert zu sein, ist für die Feststellung, ob man über eine intakte Organisation bewusstseinsinterner Vorgänge verfügt, sehr gut geeignet.

§ Je höher die Aufmerksamkeit wird, desto geringer wird die Konzentration. Es gilt die Umkehrung.

 

Komplementärer Begriff: Aufmerksamkeit